Dass wir so lang leben dürfen, Schnäpse kippen, Rotwein schlürfen, feurig würzen, Biere stürzen, prassend unser Leben kürzen, prassend unser Leben kürzen.

Dass wir so sehr lieben können, Loser sind die gern gewönnen, blind von Tränen, krank vor Sehnen, fallen weil wir uns anlehnen, fallen weil wir uns anlehnen

Dass wir so sehr lieben können.

Dass wir soviel kämpfen müssen, meist vergebens, oft verbissen.
Nichts von Dauer, nur die Trauer kennen wir jetzt viel genauer,
kennen wir jetzt viel genauer.
Dass wir unsre Lieder singen, sie durch laute Zeiten bringen.
Manchmal nur ganz leise summen, aber niemals ganz verstummen,
aber niemals ganz verstummen.

Dass wir unsre Lieder singen.

Dass wir noch Gedichte schreiben und zwar solche die einst bleiben.
stark wie Eichen, die nicht weichen, zart wie Seerosen auf Teichen,
zart wie Seerosen auf Teichen.
Dass wir grüne Gärten bauen, wo die Elfen in den lauen Nächten
zwischen Pflanzen tanzen, sorgen uns ums Wohl des Ganzen,
sorgen uns ums Wohl des Ganzen.

Dass wir grüne Gärten bauen.
Dass wir tiefe Brunnen bohren, unbeirrbar, unverfroren,
hart uns schinden, Quellen finden. Seher sind unter den Blinden.
Seher sind unter den Blinden.
Dass wir euch als Freunde nennen
und durch euch erst Freundschaft kennen, mit euch lachen, Pläne machen, Glut im kalten Haus entfachen.
Glut im kalten Haus entfachen.

Dass wir euch als Freunde nennen.

Dass wir so lang leben dürfen, Schnäpse kippen, Rotwein schlürfen, feurig würzen, Biere stürzen, prassend unser Leben kürzen, prassend unser Leben kürzen.

Dass wir so lang leben dürfen.



(Dank an Olaf Meythaler und Ulrike Meyerholz für den Text)

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