In der Schenke geht es lustig her, man tanzt schon auf den Tischen.
Eine dralle blonde Magd setzt den Humpen an die Lippen.
Zwei Gesellen zechen seit dem Morgen, als hätte ihr Krug ein Loch.

Ihr Mund ist wie ein Scheunentor, die Gerste hat es zugestopft.
Da sitzt ein fetter Edelmann, mit einem roten Umhang an.
Er blickt umher und trinkt nichts und fasst nur seinen Humpen an.
Ein neues Fass wird reingerollt, ein Zechkumpan erleichtert sich.
Die Hühner vor dem Fenster schreien, als dort ein dunkler Reiter ist
Er tritt die Tür, roter Umhang, kein Gesicht, nur schwarz darunter.
Geht zum dicken Edelmann und der stößt schnell sein Maß hinunter.
Gibt ihm etwas, nimmt etwas entgegen,
und wirft dem Wirt zwei goldene Dukaten zu.
Eilt nach draußen, springt auf's Pferd, knallt die Peitsche,
gibt seinem Hengst die Sporen in die Seite.
Und zwei Saufbrüder retten ihre Haut durch einen Seitensprung.“

„Der weise Adler hat auch hier geduldig auf dem Fenstersims das Geschehen mit seinen klugen Augen beobachtet. Nun bricht er auf, weg aus dieser Stadt.“

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